Schach übte auf mich schon lange eine große Faszination aus, aber erst mit Ende 30 begann ich, mich diesem Sport systematisch zu nähern.
Die Tatsache, dass es kein kompliziertes, aber ein sehr komplexes Spiel ist – und damit für mich ein Sinnbild des Lebens. Außerdem sprechen mich die Ästhetik der Figuren und die perfekte Symmetrie des Bretts an.
Über die wunderbare Kooperation mit dem Frauenschachklub „Frau Schach“, ohne die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals einem traditionellen Schachklub beigetreten wäre
Der hohe Frauenanteil, das sehr freundschaftliche Miteinander ungeachtet des Spielniveaus und die tollen Schach- und Genussabende.
Immer wieder die äußerst schön gestalteten Weihnachtsfeiern mit Chorgesang, Büffet und Tombola!
Hektik liegt mir allgemein nicht, auch nicht beim Schach, weshalb ich den Standardmodus bevorzuge.
Auf meinen 2. Platz beim Wolfmayer Cup 2018, weil ich mir die Siege sehr hart erkämpft habe.
Eine recht emotionale Beziehung habe ich zum Auhof Open, da es mein erstes Turnier war. Die Location ist sehr angenehm und die Klimaanlage im Hochsommer sehr hilfreich. Äußerst wohl fühle ich mich auch jedes Jahr beim Genussmeilen-Turnier in Pfaffstätten. Sehr nette Leute, feine Umgebung und beste Stimmung.
Zum Aufwärmen löse ich ein paar Schachrätsel. Außerdem höre ich motivierende Musik und mache Atemübungen zwecks Entspannung.
Mental meines Erachtens meistens einigermaßen stark, weil ich aufgrund meiner geringen Spielpraxis und -stärke für meine/n GegnerIn oft eine große Unbekannte bin und wenig zu verlieren habe. In erster Linie mag ich Wettkampfsituationen und hoffe immer, mein bestes Schach auspacken zu können.
Für mich ist es ganz entscheidend, gut und weitestgehend fehlerfrei aus der Eröffnung zu kommen.
Mich als eher ungeduldige Person, die sehr gerne rasche Erfolge sieht, hat Schach sehr viel Geduld gelehrt. Um sich zu verbessern, scheinen mir Disziplin, echte Leidenschaft und eine hohe Frustrationstoleranz sehr wichtig zu sein.
In meinem nächsten Leben möchte ich spielen wie Maria Horvath und dabei so bescheiden bleiben wie sie.
Ich finde es extrem wichtig, dass mehr Frauen zum Schach kommen bzw. mehr Mädchen beim Schach bleiben, um mehr Diversität zu erreichen und damit Schach den Nimbus des Altmännersports ablegen kann.
Das ist die Millionenfrage ohne bisher befriedigende Antwort. Ich vermute, dass sich Gleich zu Gleich gerne gesellt – und wenn wenige Frauen beim Schach sind, zieht das auch kaum weitere Frauen an.
Mich nicht dafür zu genieren, was ich alles nicht weiß. Schließlich lernt niemand von uns jemals aus.
Ich versuche das Leben zu verstehen, höre Beethoven, lese zeitgenössische Literatur und quäle meine Bauchmuskeln.