Zu meinem 8. Geburtstag hat mir mein Vater ein Schachbrett geschenkt. Auch wichtig für meinen Einstieg war der Schachunterricht in der Volksschule und die damit verbundene Schülerliga.
Seine Komplexität und das Faktum, dass jeder es lernen kann, aber niemand, nicht einmal die besten Programme, das Spiel perfekt beherrschen.
Ich habe irgendwann angefangen, zum Kindertraining zu kommen, und mir hat der Verein von Anfang an gut gefallen.
Super! In Ottakring bekommt man wirklich das Gefühl, in einer Gemeinschaft zu spielen.
Dass wir in fast jeder Liga vertreten sind. So entstehen gute Spielaussichten für Spieler aller Spielstärken.
Als ich das erste Mal in der 2. Bundesliga spielte und der einzige Sieger war. Es war eine schwierige Partie, in der ich meinen Gegner am Ende taktisch überlisten konnte. Dass mein Sieg nur Ergebniskosmetik war, ist völlig sekundär.
2. Bundesliga gegen Pamhagen. Wir waren verhältnismäßig schwach aufgestellt, haben die Sieger der vorhergehenden Saison aber dennoch hart gefordert. Lange war ein 3:3 nicht nur möglich, sondern auch realistisch, aber nachdem ich meine Siegchancen vergeben hatte, ging der Kampf knapp verloren. Es war bitter, aber es war bis zum Schluss ein großer und spannender Kampf.
Definitiv Blitz, weil ich da meine dynamischen Stärken am besten ausspielen kann. Gestern beim OEISM-Blitzturnier bin ich zum Beispiel Dritter geworden, noch dazu vor Markus Ragger! Im Blitzen ist meine Elozahl auch deutlich höher als in den anderen Disziplinen.
Auf meinen Sieg beim 1. Weihnachtsopen 2018. Ich habe die ersten 5 Runden nahezu perfekt gespielt, dann kam eine kleine Wackeleinlage gegen GM Niki Stanec: nachdem ich mich zäh verteidigt und zwischenzeitlich meinen großmeisterlichen Gegner sogar überspielt hatte, übersah ich einen listigen Zwischenzug, der mich in Teufels Küche brachte. Dann hatte ich das große Glück, dass er in Gewinnstellung mit 45 verbleibenden Sekunden auf der Uhr mein Remisangebot akzeptierte. Nach einem kampflosen Remis gegen IM Hangweyrer stand ich als Sieger fest und qualifizierte mich für die geschlossene Wiener LM 2019. Da wurde mir die erste Partie ausgesprochen unsportlich weggenommen, was mich ziemlich aus der Bahn warf. Aber ich reagierte mit einem lockeren Schwarzsieg gegen IM Kilgus (bis heute der elostärkste Gegner, den ich je in einer klassischen Partie geschlagen habe). Auch danach spielte ich groß auf und war nach 8 Runden mit 5/7 auf dem dritten Platz. Da stellte ich fest, dass bei „normalem“ Ablauf auch eine IM-Norm möglich gewesen wäre. Schade!
Defintitiv die 2. Bundesligapartie gegen IM Juraj Lipka im Jänner 2020. Die Eröffnung verlief recht langweilig (1.c4), aber nach und nach verschärfte sich die Stellung. Um den 20. Zug herum hatte ich eine angenehme Wahl zwischen mehreren Zügen, die zu Vorteil führen sollten, entschied mich jedoch nach Sekunden intuitiv für einen Zug, bei dem mein Gegner Material gewinnen konnte. Mein Zug war laut Computer allerdings der beste! Ich hatte die Lage richtig eingeschätzt – darauf war und bin ich noch immer stolz. Der Zug war Tg4!!
Ich habe Turniere in Deutschland, Slowakei, Tschechien, Spanien, Rumänien und Estland gespielt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir natürlich mein 2. Platz bei der Jugend- Rapid-EM in Tallinn, wobei ich angesichts der Qualität meines dortigen Spiels nicht so stolz darauf bin.
Das wichtigste ist definitiv eine gute Körpersprache und eine gute Einstellung.
Geduld, gutes Gedächtnis, maximale Konzentration und natürlich Liebe zum Spiel.
Michail Tal oder Garri Kasparow.
Emil Joseph Diemer – Thomas Heiling, Nürnberg 1984.
Eine große! Vor allem im professionellen Bereich.
Der IM-Titel, wobei ich aktuell noch weit davon entfernt bin.
Strebe ruhigere Stellungen an!
Da ich eigentlich noch ein Kind bin, spiele ich gerne Computerspiele. Abseits der virtuellen Welt gehe ich auch gerne alleine in die Natur.