Mein Papa hat mich dazu motiviert, den Schachkurs in meiner Volksschule zu besuchen. Ich
war von Anfang an begeistert und durfte dann auch nach dem hervorragenden Unterricht von
René Schwab und Helmut Kummer am Ende meiner Volksschulzeit meine ersten
Staatsmeisterschaften spielen. So bin ich dann in die ganze Schachszene reingerutscht.
Die Unendlichkeit. Keine Partie ist wie eine andere und man lernt nie aus.
Ich war zunächst beim SC Donaustadt, doch nachdem ich in den Jugendkader zu Harald
Schneider-Zinner gekommen bin und mein Bruder und Papa bereits beim 1.SK Ottakring
waren, bin ich dann zu diesem gewechselt.
Meine Vereinskollegen und -kolleginnen schätze ich wirklich sehr und ich verbringe gerne
Zeit mit ihnen – auch abseits des Schachbretts.
Die generationenübergreifende Gemeinschaft, die netten Abende und die dort entstandenen
Freundschaften. Außerdem ist unser Verein sehr offen und begrüßt auch herzlichst Gäste von
anderen Vereinen zu Genussabenden und CO.
Noch nicht, aber der Mannschaftswettkampf wird hoffentlich kommende Saison stattfinden,
wenn wir unser starkes Frauenteam in den Kampf schicken.
Auch wenn ich in den letzten Jahren etwas offener bezüglich Schnell- und Blitzschach
geworden bin, wird mein Lieblingsmodus immer das Standardschach bleiben. Ich liebe es,
mich in Stellungen zu vertiefen und verbrauche sehr gerne viel Zeit, was mir auch manchmal
zum Verhängnis wird.
Besonders stolz bin ich auf meinen Sieg gegen GM Rogic beim St.Veit-Open 2018 – der erste
Großmeister ist, den ich je geschlagen habe.
Eine meiner Lieblingspartien war gegen meine damaligen Konkurrentin und Freundin
Alexandra Busuioc, als ich sie in meiner Lieblingseröffnung Französisch im Angriff besiegt
habe.
Das St.Veit-Open zählt auf jeden Fall zu meinem Lieblingsturnieren und ist ein Fixpunkt in
meiner Turnierplanung. Ich hoffe, dass es auch diese Jahr trotz Corona stattfinden kann!
Das wohl schönste Auslandsturnier, das ich gespielt habe, war das Reykjavik-Open letztes
Jahr. Neben der atemberaubenden Landschaft war auch das schachliche Ambiente absolut
einzigartig. Ansonsten habe ich auch gute Erinnerungen an die Jugendweltmeisterschaften in
Griechenland und Slowenien, sowie an den Mitropa Cup 2017 und weitere WIM-Turniere in
Dänemark und der Slowakei.
Das ist zwar nicht richtig ein Ritual, aber wenn es Kontumaz gibt, dann mag ich es
gewöhnlich, sehr knapp zur Partie zu kommen.
Ich gehe immer mit optimistischen Gefühlen in die Partie und versuche, alles zu geben!
Ausdauer, die richtige Einstellung und eine gute Zeiteinteilung.
Garry Kasparov.
Eine sehr große. Seit einiger Zeit wird auch vermehrt darauf geachtet und dabei engagiere ich
mich auch selbst in der Frauen- und Mädchenschachbewegung. Besonders kümmere ich
mich um die Berichterstattung auf den Social Media (Instagram und Facebook:
frauenschach_aut).
Dafür gibt es viele Gründe. Grundsätzlich denke ich, dass einfach nicht so viele Frauen
bereit sind, ihr ganzes Leben nur diesem Sport zu widmen. Für die meisten gibt es dann
irgendwann andere Prioritäten und viele hören im Zuge dessen mit dem Schachspielen ganz
auf.
WIM-Normen zu machen und endlich wieder über 2100 Elo zu kommen!
Locker, konzentriert spielen und sich keine Sorgen um die Elo-Zahl machen, denn die Elos
kommen – wie man so schön sagt – von alleine.
Ich studiere Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien, liebe es zu reisen und
mache regelmäßig Sport.